Kosteneinordnung

Microsoft Preiserhöhung Server: Die Zahlen im Überblick

1. September 2026 · Lesezeit 7 Min. · Lyzio Redaktion

Wer On-Premises-Server von Microsoft betreibt, ist von der Microsoft Preiserhöhung Server aus dem Jahr 2025 unmittelbar betroffen. Standalone-Server-Produkte wie SharePoint Server und Exchange Server sowie die CAL-Suiten wurden verteuert, während Windows Server und SQL Server von dieser Runde ausgenommen blieben. Für IT-Verantwortliche, die Budgets für das kommende Jahr planen, lohnt sich ein sachlicher Blick auf die genauen Zahlen, statt sich auf vage Gerüchte über pauschal steigende Microsoft-Preise zu verlassen. Dieser Ratgeber ordnet die Zahlen sachlich ein, grenzt die Neupreis-Erhöhung von der separaten Microsoft-365-Preiserhöhung ab und zeigt, wie der Gebrauchtmarkt als Preisanker wirkt.

Microsoft Preiserhöhung Server: Was zum 1. Juli 2025 geändert hat

Zum 1. Juli 2025 erhöhte Microsoft die Listenpreise für Standalone-Server-Produkte um 10 Prozent. Betroffen sind SharePoint Server, Exchange Server und Skype for Business Server. Im Zuge dieser Ankündigung führte Microsoft zugleich neue Abo-Produkte ein: Exchange Server Subscription Edition (SE) und Skype for Business Server Subscription Edition (SE), beide ebenfalls ab dem 1. Juli 2025 verfügbar. Diese neuen Subscription-Editionen lösen die bisherigen Jahresversionen dieser Server-Produkte perspektivisch ab und folgen einem laufenden Aktualisierungsmodell statt fester Versionszyklen. Diese Preiserhöhung betrifft ausschließlich die On-Premises-Versionen dieser Server-Produkte.

CAL-Suiten teurer: Core CAL Suite +15 %, Enterprise CAL Suite +20 %

Neben den Standalone-Server-Produkten wurden auch die CAL-Suiten verteuert: Die Core CAL Suite stieg um 15 Prozent, die Enterprise CAL Suite um 20 Prozent. Diese Erhöhung war ursprünglich ebenfalls für den 1. Juli 2025 angekündigt, wurde von Microsoft dann jedoch auf den 1. August 2025 verschoben. Für Unternehmen, die größere Mengen an CAL-Suiten für ihre Belegschaft benötigen, bedeutet dieser doppelte Aufschlag von 15 beziehungsweise 20 Prozent auf die Listenpreise einen spürbaren Kostensprung gegenüber dem Stand vor Juli 2025. Gerade bei größeren Nutzerzahlen summiert sich der Aufschlag über die CAL-Anzahl schnell zu einem relevanten Budgetposten, den es bei der nächsten Verlängerungs- oder Erweiterungsrunde einzuplanen gilt.

Was von dieser Preisrunde nicht betroffen ist

Diese Abgrenzung ist für die Budgetplanung entscheidend: Wer vorschnell mit pauschal steigenden Kosten über das gesamte Microsoft-Portfolio kalkuliert, überschätzt die tatsächliche Belastung und trifft womöglich unnötig vorsichtige Investitionsentscheidungen. Eine produktgenaue Prüfung des eigenen Bestands lohnt sich deshalb mehr als eine pauschale Kostenannahme über alle Lizenzarten hinweg.

Wichtig für die Einordnung: Windows Server und SQL Server sind von dieser Preiserhöhungsrunde nicht betroffen. Ebenfalls unberührt bleiben sämtliche Microsoft-365- und Online-Dienste, also SharePoint Online, Exchange Online, Teams und die dazugehörigen Abo-Lizenzen. Diese Preiserhöhung betrifft ausschließlich On-Premises-Serverprodukte. Sie ist damit auch inhaltlich klar von der separaten Microsoft 365 Preiserhöhung 2026 zu unterscheiden, die ausschließlich Cloud-Abo-Preise betrifft und in unserem Ratgeber Microsoft 365 Preiserhöhung 2026: Was Unternehmen jetzt wissen müssen eigenständig behandelt wird.

Der Gebrauchtmarkt als Preisanker

Gebrauchte Volumenlizenzen sind von Herstellerpreiserhöhungen unabhängig, da ihr Preis sich am Zweitmarkt und nicht an der aktuellen Microsoft-Preisliste bemisst. Die folgende Tabelle zeigt Beispielpreise aus dem Lyzio-Shop im Vergleich zum jeweiligen Neupreis (Preisliste Stand September 2026, netto).

ProduktGebraucht nettoNeupreis
SharePoint Server 2019 Standard2.320,00 €13.400 €
Exchange Server 2019 Standard222,40 €928 €
Core CAL Suite 2022 User CAL19,20 €189 €
Enterprise CAL Suite 2022 User CAL65,60 €319 €

Diese Neupreise sind die im Shop hinterlegten Referenzwerte und spiegeln den bereits erhöhten Preisstand wider. Der Abstand zwischen gebrauchtem und neuem Preis zeigt, in welcher Größenordnung sich Unternehmen mit einer gebrauchten Volumenlizenz von der laufenden Preisentwicklung des Herstellers unabhängig machen. Eine Alternative zur Preisbindung über ein Enterprise Agreement ordnet zusätzlich unser Ratgeber Enterprise Agreement Alternative Mittelstand: EA-Rabattstufen fallen weg ein, gerade für Unternehmen, die künftige Preisrunden nicht über feste Vertragsbindungen automatisch mittragen möchten.

Praxis-Tipp: Prüfen Sie bei der nächsten Erweiterung Ihrer Server- oder CAL-Bestände konkret, ob eine gebrauchte Lizenz für Ihre Version infrage kommt, bevor Sie zum erhöhten Neupreis kaufen. Achten Sie dabei auf eine vollständige Dokumentation der Rechtekette.

Fazit: Sachliche Einordnung statt Verunsicherung

Die Microsoft Preiserhöhung Server 2025 betrifft konkret Standalone-Server-Produkte mit 10 Prozent sowie Core und Enterprise CAL Suite mit 15 beziehungsweise 20 Prozent Aufschlag, während Windows Server, SQL Server und alle Microsoft-365-Dienste außen vor bleiben. Unternehmen, die diese Preisentwicklung nicht ungefiltert mittragen möchten, finden im Gebrauchtmarkt einen wirtschaftlichen Preisanker, der von künftigen Herstellererhöhungen unabhängig bleibt. Wichtig bleibt dabei die saubere Trennung der beiden Preisrunden: Die hier beschriebene Erhöhung betrifft ausschließlich On-Premises-Serverprodukte aus dem Jahr 2025, während Cloud-Abo-Preise einer eigenen, späteren Entwicklung folgen. Wer beide Themen für die eigene Budgetplanung sauber auseinanderhält, trifft belastbarere Entscheidungen als bei einer pauschalen Einordnung als „Microsoft wird teurer".

Gebrauchte Server-Lizenzen, unabhängig von Herstellerpreiserhöhungen

SharePoint, Exchange, Skype for Business und passende CAL-Suiten.

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Häufige Fragen

Welche Server-Produkte sind von der Microsoft-Preiserhöhung 2025 betroffen?

Standalone-Server-Produkte wie SharePoint Server, Exchange Server und Skype for Business Server verteuerten sich zum 1. Juli 2025 um 10 Prozent. Die Core CAL Suite verteuerte sich um 15 Prozent, die Enterprise CAL Suite um 20 Prozent, jeweils zum 1. August 2025.

Sind Windows Server und SQL Server von dieser Preiserhöhung betroffen?

Nein, Windows Server und SQL Server sind von dieser Preiserhöhungsrunde nicht betroffen.

Betrifft die Preiserhöhung auch Microsoft 365 und Cloud-Dienste?

Nein, die Preiserhöhung 2025 betrifft ausschließlich On-Premises-Versionen. SharePoint Online, Exchange Online, Teams und Microsoft-365-Lizenzen bleiben davon unberührt. Die separate Microsoft 365 Preiserhöhung 2026 betrifft ausschließlich Cloud-Abo-Preise und ist ein eigenes Thema.

Wie können Unternehmen der Preiserhöhung bei On-Premises-Servern ausweichen?

Gebrauchte Volumenlizenzen für SharePoint Server, Exchange Server oder die passenden CAL-Suiten sind von der Herstellerpreiserhöhung unabhängig und bilden einen wirtschaftlichen Preisanker gegenüber den neuen Listenpreisen.