Kaum ein Lizenzmodell sorgt für so viel Verwirrung wie das von Windows Server. Dabei ist das Prinzip überschaubar, wenn man die zwei Bausteine kennt: Server-Lizenz (nach Cores) und Zugriffslizenzen (CALs).
Baustein 1: Die Core-Lizenz
Windows Server wird pro Prozessorkern lizenziert. Pro Server müssen mindestens 16 Cores lizenziert werden, pro Prozessor mindestens 8 — auch wenn die Hardware weniger Kerne hat. Die Standard-Edition erlaubt zusätzlich den Betrieb von zwei virtuellen Instanzen; wer mehr VMs braucht, lizenziert weitere 16er-Pakete oder greift zur Datacenter-Edition.
Baustein 2: CALs — ohne geht es nicht
Die Server-Lizenz allein erlaubt noch keinem Mitarbeiter den Zugriff. Dafür braucht jeder Nutzer oder jedes Gerät eine Client Access License:
- User CAL: pro Person, egal von wie vielen Geräten sie zugreift. Richtig für Teams mit Notebook + Smartphone + Homeoffice.
- Device CAL: pro Gerät, egal wie viele Personen es nutzen. Richtig für Schichtbetrieb mit geteilten Arbeitsplätzen.
- RDS CAL: zusätzlich nötig, wenn Nutzer per Remote Desktop auf dem Server arbeiten (Terminalserver).
Beispielrechnung: 25 Mitarbeiter
Ein Betrieb mit 25 Mitarbeitern und einem neuen Server braucht: 1× Windows Server 2022 Standard (16 Core) + 25 User CALs. Aus zweiter Hand kostet das Paket bei uns rund 60 % weniger als im Neukauf — bei identischen Rechten und voller Dokumentation.