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Microsoft 365 Preiserhöhung 2026: Was Unternehmen jetzt wissen müssen

15. August 2026 · Lesezeit 7 Min. · Lyzio Redaktion

Seit dem 1. Juli 2026 gilt die von Microsoft angekündigte Microsoft 365 Preiserhöhung 2026 für zentrale Abo-Pläne. Wer die Hintergründe kennt und weiß, welche Rolle gebrauchte Kauflizenzen dabei spielen können, trifft die nächste Lizenzentscheidung mit klarem Kopf statt unter Zeitdruck. Dieser Ratgeber ordnet ein, was sich geändert hat, warum, und wo Kauflizenzen der Preisspirale entgehen.

Die Microsoft 365 Preiserhöhung 2026 im Überblick

Microsoft hatte die Preisanpassung bereits am 4. Dezember 2025 im offiziellen Microsoft-365-Blog angekündigt, wirksam wurde sie zum 1. Juli 2026. Betroffene Unternehmen hatten damit rund ein halbes Jahr Vorlauf, um Verträge zu prüfen und gegebenenfalls vor dem Stichtag zu verlängern. Nicht jeder Plan ist gleichermaßen betroffen, ein genauer Blick auf die eigene Lizenzstruktur lohnt sich.

Betroffen (Preiserhöhung)Nicht betroffen
Business Basic, Business Standard, Apps for BusinessMicrosoft 365 E1 / Office 365 E1
Office 365 E3, Office 365 E5Microsoft 365 E7 (nur Paketänderung, kein Preisaufschlag)
Microsoft 365 E3, Microsoft 365 E5, EMSConsumer- und Bildungsprodukte
Windows E3/E5 sowie diverse Pro-Gerät-PläneEigenständige Teams- und Copilot-SKUs

Für die meisten mittelständischen Unternehmen bedeutet das: Die im Alltag gängigsten Pläne, allen voran Microsoft 365 Business Standard und die E3/E5-Enterprise-Pläne, sind von der Erhöhung erfasst.

Woher der Preisdruck kommt: NCE, Teams-Entbündelung und Copilot

Die Juli-Erhöhung steht nicht isoliert, sie reiht sich in eine Serie von Preis- und Vertragsänderungen der letzten anderthalb Jahre ein. Bereits zum 1. April 2025 führte Microsoft im NCE-Modell (New Commerce Experience) einen Aufschlag von 5 Prozent auf monatliche Zahlweise bei 12- und 36-Monats-Laufzeitverträgen ein, wer nicht jährlich im Voraus zahlt, zahlt seither spürbar mehr.

Parallel dazu akzeptierte die EU-Kommission am 12. September 2025 rechtlich bindende Zusagen von Microsoft im Kartellverfahren zur Teams-Bündelung: Seit dem 1. November 2025 muss Microsoft weltweit Versionen von Office 365/Microsoft 365 ohne Teams zu spürbar niedrigeren Preisen anbieten, mit wiederkehrenden Wechselmöglichkeiten für Kunden. Die Zusagen zur Entbündelung selbst gelten für 7 Jahre, die Zusagen zu Interoperabilität und Datenportabilität sogar für 10 Jahre, ein Zeichen dafür, wie lange Microsoft mit dieser veränderten Vertragsstruktur rechnet.

Ein dritter Treiber ist die tiefere Copilot-Integration: Microsoft baut Copilot Chat zunehmend in Word, Excel, PowerPoint und Outlook ein, inklusive Postfach- und Kalenderbewusstsein, und macht Security Copilot allen E5-Kunden zugänglich. Das separate Copilot-Add-on selbst kostet laut Fachquellen unverändert 30 US-Dollar pro Nutzer und Monat, wird aber als einer der Gründe genannt, warum die Gesamtkosten produktiver Microsoft-365-Umgebungen tendenziell weiter steigen, auch unabhängig von der reinen Basis-Preiserhöhung.

Wie stark steigen die Preise laut Fachpresse?

Zu konkreten Prozentsätzen kursieren in der Fachpresse unterschiedliche Zahlen, offizielle Einzelpreise hat Microsoft zum Zeitpunkt dieser Recherche nicht in einer für Deutschland final bestätigten Form veröffentlicht. Laut Fachpresse liegt die durchschnittliche Erhöhung bei rund 16 Prozent, bei einzelnen Frontline-Plänen wird laut denselben Quellen von bis zu 33 Prozent berichtet. Diese Zahlen sind als Einordnung zu verstehen, nicht als verbindliche Microsoft-Preisliste, für die tatsächliche vertragliche Auswirkung zählt allein die Rechnung des eigenen Microsoft-Partners oder des Cloud Solution Providers.

Praxis-Tipp: Zahlen Sie ein NCE-Abo aktuell monatlich statt jährlich, prüfen Sie vor der nächsten Verlängerung den Wechsel auf Jahres-Vorauszahlung. Seit 1. April 2025 kostet die monatliche Zahlweise pauschal 5 Prozent Aufschlag, bei größeren Nutzerzahlen ein Betrag, der sich zusammen mit der Preiserhöhung 2026 spürbar summiert.

Kauflizenzen: der Ausweg aus der Abo-Preisspirale

Während sich Abo-Preise laufend an neue Microsoft-Entscheidungen anpassen, bleibt eine Kauflizenz (Perpetual License) im Preis unverändert, einmal bezahlt, gehört sie dem Unternehmen unbefristet. Gebrauchte Volumenlizenzen von Office LTSC 2021 oder Office LTSC 2024 sind von der aktuellen wie auch von künftigen NCE-Preiserhöhungen nicht betroffen, weil sie schlicht keinem Abo-Vertrag unterliegen. Für Unternehmen, die vor allem die klassischen Desktop-Anwendungen Word, Excel, PowerPoint und Outlook benötigen und auf Cloud-Dienste wie Exchange Online oder Teams verzichten können oder diese bereits separat betreiben, ist das ein Argument, das mit jeder weiteren Abo-Preisrunde stärker wird. Mehr zur Abwägung zwischen beiden Modellen liefert unser Grundlagenartikel Office: Kauf oder Abo?, konkrete Umstiegsszenarien beschreibt Microsoft 365 Alternative: Kauflizenz statt Abo.

Beispielrechnung: 25 Mitarbeiter im Vergleich

Ein Betrieb mit 25 Arbeitsplätzen schafft alternativ zu einem Microsoft-365-Abo gebrauchte Office-LTSC-2024-Professional-Plus-Kauflizenzen an, aktuell bei Lyzio für ca. 269 € netto pro Lizenz (Stand August 2026). Zum Vergleich dient der bei Lyzio bereits etablierte Richtwert für Microsoft 365 Business Standard von ca. 14 €/Nutzer/Monat (Stand Juli 2026), ein Näherungswert, kein aktueller Microsoft-Listenpreis, da Microsoft die deutschen Abo-Preise nach der Erhöhung 2026 nicht einheitlich veröffentlicht hat.

PositionKauflizenz (Office LTSC 2024 Pro Plus)Abo (M365 Business Standard, Richtwert)
Preis pro Nutzerca. 269 € einmalig, nettoca. 14 €/Monat (Richtwert)
Kosten für 25 Nutzerca. 6.725 € einmaligca. 350 €/Monat, ca. 4.200 €/Jahr
Kosten nach 3 Jahrenca. 6.725 € (kein Aufpreis)ca. 12.600 € (Richtwert, ohne weitere Erhöhungen gerechnet)
Betroffen von der Preiserhöhung 2026?NeinJa

Rein rechnerisch übersteigen die kumulierten Abo-Kosten den einmaligen Kaufpreis bereits nach rund eineinhalb Jahren, danach laufen die Abo-Kosten unverändert weiter, während die Kauflizenz bereits vollständig bezahlt ist. Dass Microsoft die Abo-Preise 2026 weiter angehoben hat und laut Fachpresse auch künftig an der Preisschraube dreht, verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Wer die Kosten für den eigenen Bestand konkret gegenrechnen will, findet mit dem Lizenzrechner einen schnellen Einstieg, das zugrunde liegende Prinzip erklärt unser Glossar-Eintrag Break-even Abo vs. Kauf.

Fazit

Die Microsoft 365 Preiserhöhung 2026 betrifft die meisten gängigen Business- und Enterprise-Abo-Pläne und reiht sich in eine längere Serie von NCE-Aufschlägen, Teams-Entbündelung und wachsender Copilot-Integration ein. Wer die laufenden Abo-Kosten spürbar senken will, sollte prüfen, welche Arbeitsplätze tatsächlich Cloud-Funktionen benötigen und welche mit einer gebrauchten Office-Kauflizenz genauso gut bedient wären. Bei Lyzio erhalten Sie geprüfte Office-Kauflizenzen mit vollständiger Dokumentation, ohne Vertragslaufzeit und ohne künftige Preisrunden.

Gebrauchte Office-Kauflizenzen ohne Abo-Preisrisiko

Einmal bezahlt, unbefristet nutzbar, unabhängig von künftigen Microsoft-Preiserhöhungen.

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Häufige Fragen

Ab wann gilt die Microsoft 365 Preiserhöhung 2026?

Seit dem 1. Juli 2026. Microsoft hatte die Erhöhung bereits am 4. Dezember 2025 im offiziellen Microsoft-365-Blog angekündigt, betroffene Unternehmen hatten damit rund ein halbes Jahr Vorlauf.

Welche Microsoft-365-Pläne sind von der Preiserhöhung betroffen?

Unter anderem Business Basic, Business Standard, Apps for Business, Office 365 E3/E5, Microsoft 365 E3/E5, EMS sowie Windows E3/E5 und verschiedene Pro-Gerät-Pläne. Microsoft 365 E1/Office 365 E1 sowie Microsoft 365 E7 (hier nur Paketänderung, kein Preisaufschlag) sind laut Ankündigung ausgenommen.

Sind gebrauchte Kauflizenzen wie Office 2021 oder 2024 von der Preiserhöhung betroffen?

Nein. Die Preiserhöhung betrifft ausschließlich Abo-Pläne im NCE-Modell. Einmalig erworbene Kauflizenzen wie Office LTSC 2021 oder 2024 unterliegen keiner laufenden Preisanpassung durch Microsoft.

Was hat die EU-Entscheidung zur Teams-Entbündelung mit den Preisen zu tun?

Seit 1. November 2025 muss Microsoft Office-365/M365-Varianten ohne Teams zu spürbar niedrigeren Preisen anbieten. Das zeigt, wie beweglich die Abo-Preisstruktur inzwischen ist, ein weiterer Grund, die eigene Lizenzstrategie regelmäßig zu prüfen.