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SharePoint Server 2019 End of Support: Was jetzt zu tun ist

15. August 2026 · Lesezeit 7 Min. · Lyzio Redaktion

Der SharePoint Server 2019 End of Support ist keine Zukunftswarnung mehr: Der Termin ist bereits eingetreten. Am 14. Juli 2026 lief der Extended Support sowohl für SharePoint Server 2019 als auch für SharePoint Server 2016 gleichzeitig aus. Wer diese Versionen noch produktiv betreibt, erhält seither keine Sicherheitsupdates mehr, ein kostenpflichtiges ESU-Programm ist für beide Versionen nicht angekündigt. Dieser Ratgeber ordnet ein, was der Nachfolger SharePoint Server Subscription Edition lizenzrechtlich bedeutet, welche Migrationswege offenstehen und wie Sie mit vorhandenen SharePoint-Lizenzen wirtschaftlich umgehen.

SharePoint Server 2019 End of Support: Was am 14. Juli 2026 passiert ist

SharePoint Server 2016 verließ den Mainstream-Support bereits 2021, SharePoint Server 2019 im Januar 2024. Beide liefen anschließend im Extended Support weiter, dieser endete für beide Versionen gemeinsam am 14. Juli 2026. Praktisch bedeutet das: Sicherheitslücken in SharePoint Server 2016 oder 2019 werden ab diesem Datum nicht mehr durch Microsoft geschlossen, ein Weiterbetrieb ohne Migration oder kompensierende Schutzmaßnahmen wird zunehmend risikoreicher, insbesondere bei Farmen mit Internetanbindung oder externem Zugriff.

SharePoint Server Subscription Edition: Kein Kauf mehr, nur noch mit Software Assurance

Der direkte Nachfolger, SharePoint Server Subscription Edition (SE), unterscheidet sich lizenzrechtlich grundlegend von den Vorgängerversionen. SharePoint SE wird nicht mehr als klassische Einmal-Kauflizenz angeboten, sondern ausschließlich im Server-plus-CAL-Modell mit zwingender aktiver Software Assurance beziehungsweise Subscription-Lizenz. Ohne laufende SA besteht kein Nutzungsrecht für die SE. Fällt die Software Assurance aus oder wird nicht verlängert, darf im Rahmen des Vertrags nur noch die im SA-Vertrag eingeschlossene Vorgängerversion, SharePoint Server 2019, weiterbetrieben werden, nicht mehr die SE selbst. Server-Lizenz und CALs bleiben zusätzlich erforderlich, für interne Nutzer als User- oder Device-CAL, für externe, nicht angestellte Zugriffe fallen dagegen keine CALs an.

Migration zur SE: Nur per Database-Attach, kein In-Place-Upgrade

Wer von SharePoint Server 2016 oder 2019 auf die SE wechseln möchte, kann dies nicht als direktes In-Place-Upgrade durchführen. Der einzige unterstützte Weg ist die Database-Attach-Methode: Eine neue SE-Farm wird aufgebaut, die Content- und Service-Application-Datenbanken aus der bestehenden 2016- oder 2019-Farm werden kopiert und in der neuen SE-Farm angehängt beziehungsweise hochgestuft. Sowohl aus 2016 als auch aus 2019 heraus ist dieser Weg direkt möglich, ein Zwischenschritt über 2019 ist bei ausreichender Datenbankversion nicht zwingend erforderlich. Für die Praxis bedeutet das einen spürbaren Projektaufwand mit eigener Testfarm, Zeitfenster für die Migration und sorgfältiger Prüfung aller Service-Applications, statt eines einfachen Versions-Updates auf bestehender Infrastruktur.

Drei Optionen für Ihr Unternehmen

Angesichts des eingetretenen Support-Endes bleiben im Kern drei ehrliche Wege, die sich nach Aufwand, Kosten und strategischer Ausrichtung unterscheiden:

  • SharePoint Server SE mit Software Assurance: sinnvoll für Unternehmen, die aus regulatorischen oder betrieblichen Gründen zwingend On-Premises bleiben müssen und ohnehin bereits SA-Kunden sind. Erfordert laufende SA-Kosten dauerhaft, keine einmalige Kauflösung mehr.
  • Microsoft 365 / SharePoint Online: für Unternehmen, die den Wechsel in die Cloud ohnehin planen oder bereits andere M365-Dienste nutzen, häufig der pragmatischste Weg ohne eigene Farm-Infrastruktur, jedoch mit laufenden Abo-Kosten statt Einmalinvestition.
  • Konsolidierung: für Unternehmen mit mehreren, historisch gewachsenen SharePoint-Farmen kann das Support-Ende der Anlass sein, Inhalte zusammenzuführen und den Betrieb auf eine einzige, bewusst gewählte Ziel-Plattform zu reduzieren, statt jede bestehende Farm einzeln zu migrieren.

Keiner dieser drei Wege ist pauschal richtig, die Entscheidung hängt von Compliance-Vorgaben, vorhandener M365-Nutzung und der Größe der bestehenden Farm ab. Wie sich diese Abwägung beim eng verwandten Exchange-Support-Ende darstellt, zeigt unser Ratgeber Exchange Server Migration 2026, einen Überblick über weitere anstehende Microsoft-Supportenden liefert Microsoft-Support-Enden 2026/2027 im Überblick.

Beispielrechnung: Übergangs-CALs für 25 Mitarbeiter

Ein Unternehmen mit 25 Mitarbeitern betreibt SharePoint Server 2019 Standard und benötigt für die Übergangszeit bis zur endgültigen Migrationsentscheidung zusätzliche User-CALs, etwa weil die Belegschaft gewachsen ist. Statt neuer CALs zum Microsoft-Listenpreis greift das Unternehmen auf gebrauchte Volumenlizenzen zurück, netto, ca., Stand August 2026.

PositionMengeStückpreis (ca.)Summe (ca.)
SharePoint Server 2019 Standard User CAL, gebraucht25ca. 54,40 €ca. 1.360,00 €
Neupreis-Referenz zum Vergleich25ca. 103,00 €ca. 2.575,00 €

Die gebrauchten CALs sparen in diesem Beispiel gegenüber der Neupreis-Referenz rund 47 %. Fällt die Entscheidung anschließend endgültig für Microsoft 365, SharePoint Online oder die SE mit Software Assurance, werden die dann nicht mehr benötigten SharePoint-Server-Lizenzen und CALs nicht einfach stillgelegt: Über den Lyzio-Ankauf lassen sie sich verwerten und ein Teil der Migrationskosten so wieder einspielen.

Freiwerdende Lizenzen verkaufen, Übergangs-CALs günstig zukaufen

Für Unternehmen im Übergang ergeben sich bei Lyzio zwei gegenläufige, aber gleichermaßen wirtschaftliche Wege: Wer sich für Microsoft 365, SharePoint Online oder eine Konsolidierung entscheidet, kann die dadurch freiwerdenden SharePoint-Server-Lizenzen und CALs über unseren Ankauf verkaufen, statt sie ungenutzt liegen zu lassen. Wer dagegen für die Übergangszeit noch zusätzliche 2019er-CALs benötigt, findet diese gebraucht zu einem Bruchteil des Microsoft-Neupreises. Hintergrund für die aktuelle Kostendynamik On-Premises: Zum 1. Juli 2025 erhöhte Microsoft die Preise für eigenständige Server-Produkte wie SharePoint Server um 10 %, einen Monat später stiegen zusätzlich CAL-Suiten um bis zu 20 %. Diese Preiserhöhung macht sowohl den Weiterbetrieb bestehender Lizenzen als auch den gebrauchten Zukauf für die Übergangszeit wirtschaftlich attraktiver als einen kompletten Neukauf.

Praxis-Tipp: Prüfen Sie vor jeder Migrationsentscheidung zuerst, ob Ihre bestehende SharePoint-Farm überhaupt weiterbetrieben werden muss, oder ob Inhalte mehrerer Farmen sich im gleichen Zug konsolidieren lassen. Das reduziert den Migrationsaufwand oft stärker als die reine Wahl der Zielplattform.

Fazit

Der SharePoint Server 2019 End of Support ist mit dem 14. Juli 2026 bereits Realität, ebenso für SharePoint Server 2016. Ein einfacher Weiterbetrieb ohne Sicherheitsupdates ist auf Dauer keine tragfähige Lösung, ein Umstieg auf die SE bedeutet aber zugleich den Abschied vom klassischen Einmalkauf zugunsten von Software Assurance. Wägen Sie SE mit SA, Microsoft 365/SharePoint Online und Konsolidierung nüchtern nach Ihrer tatsächlichen Situation ab, und nutzen Sie den Übergang, um sowohl freiwerdende als auch zusätzlich benötigte SharePoint-Lizenzen wirtschaftlich zu handhaben. Bei Lyzio kaufen wir Ihre nicht mehr benötigten SharePoint-Server-Lizenzen und CALs an und liefern gebrauchte 2019er-CALs für die Übergangszeit mit vollständiger Dokumentation.

SharePoint-Lizenzen verkaufen oder zukaufen

Freiwerdende Server-Lizenzen und CALs ankaufen lassen oder Übergangs-CALs gebraucht zukaufen.

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Häufige Fragen

Wann genau endete der Support für SharePoint Server 2016 und 2019?

Beide Versionen erreichten am 14. Juli 2026 das Ende des Extended Support. Für SharePoint Server 2016 endete der Mainstream-Support bereits 2021, für SharePoint Server 2019 im Januar 2024. Ein kostenpflichtiges ESU-Programm für Sicherheitsupdates ist für beide Versionen nicht angekündigt.

Kann ich SharePoint Server SE einfach kaufen wie frühere Versionen?

Nein. SharePoint Server Subscription Edition wird nicht als klassische Einmal-Kauflizenz angeboten, sondern ausschließlich im Server-plus-CAL-Modell mit zwingender aktiver Software Assurance beziehungsweise Subscription. Ohne aktives SA- oder Subscription-Entitlement besteht kein Nutzungsrecht für die SE.

Wie migriere ich von SharePoint 2016 oder 2019 zur Subscription Edition?

Ein direktes In-Place-Upgrade ist nicht möglich. Der unterstützte Weg ist die Database-Attach-Methode: Eine neue SE-Farm wird aufgebaut, die Content- und Service-Application-Datenbanken aus der bestehenden 2016- oder 2019-Farm werden dorthin kopiert und in der SE-Farm angehängt beziehungsweise hochgestuft.

Was passiert mit meinen bestehenden SharePoint-Lizenzen, wenn ich zu Microsoft 365 wechsle?

On-Premises-Serverlizenzen und CALs, die nach einem Umstieg auf Microsoft 365 oder SharePoint Online nicht mehr benötigt werden, lassen sich als gebrauchte Volumenlizenz weiterverkaufen. So wird ein Teil der Migrationskosten wieder eingespielt, statt die freiwerdenden Lizenzen ungenutzt liegen zu lassen.